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Die häufigste Frage,
die mir in 25 Jahren Triathlon gestellt
wurde, ist "wieviel trainierst du eigentlich". Meine Antwort ist dann
meist nicht befriedigend. Denn ich kann es nicht in Stunden und
Kilometer ausdrücken, wie es die meisten hören wollen. Ich
notiere weder meine Trainingsdaten noch habe ich feste
Trainingstermine. Das lässt sich mit Job und Familie nicht
vereinbaren. Deshalb trainiere so, wie es die Zeit erlaubt,
ohne einen festgeschriebenen Plan. Und habe damit
größte Flexibilität
hinsichtlich Trainingszeit und -Intensität.
Ich setze mich nicht durch fest terminierte Einheiten unter
Druck. Wenn ich müde oder lustlos bin, ruhe ich mich aus. Am
nächsten Tag ist der Spaßfaktor dann wieder dabei und es läuft alles umso
besser. Damit komme ich sehr gut zurecht.
So habe ich fast immer meine gesteckten sportlichen Ziele erreicht
und war noch nie ernsthaft krank oder verletzt. Jedenfalls nicht so
schwer, dass ich tagelang kein Sport mehr machen konnte. Wenn es zum
Beispiel beim Laufen zwickt, geht immer noch das Schwimmen und Rad
fahren.
Das war auch ein Grund, weshalb ich vom Marathonlaufen wieder
zurück zum Triathlon gefunden habe. Denn nach jahrelangem
monotonen Lauftraining und diversen Marathons zwischen 2001 und 2006
hatte ich Probleme mit der hinteren Oberschenkelmuskulatur bekommen.
Nachdem ich alle großen und sogar die "Big Five"-Marathons hinter
mir hatte, machte ich mir so meine Gedanken. Denn nach Boston 2006
waren die Muskelprobleme stärker denn je. Immer wieder
hörte ich von anderen, "Klaus, du wirst nicht jünger!" Ich
hatte mich schon fast damit abgefunden, dass ich mich wohl so langsam
mal in den sportlichen Ruhestand verabschieden müsste. Doch heute
bin ich der Meinung, dass nicht das Alter Schuld sein kann.
Entscheidene Faktoren, die zum erfolgreichen Ausdauersport beitragen,
sind vielmehr die sinnvolle Ernährung, ausreichende
Regeneration nach intensiven Belastungen und abwechslungsreiche
Trainingsblöcke. Insbesondere möchte ich vor zu
intensiven Dehnübungen warnen. Es kann dabei mehr kaputt
gehen, als dass es Nutzen bringt!
Über Anregungen zu diesem Kapitel bin ich sehr dankbar. Bitte tragt doch eure Fragen ins Gästebuch ein.
Beste Grüße
KlEcks
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