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Grafschafter Nachrichten, Ausgabe von Donnerstag, 10.3.2005
Betrifft: Vorbericht Rom Marathon
Vor 800.000 Tifosi über Roms Kopfsteinpflaster
Marathon: Zwei
Nordhorner in Italien
Klaus Eckstein
und Bernd Kreutziger starten am Sonntag beim Marathon in Rom. 10000
Läufer machen sich vom Kolosseum auf die Strecke, die überwiegend durch
die historische Altstadt führt.
Nordhorn/ha – Es wird kein Ausflug zu den historischen Stätten, wenn
Klaus Eckstein und Bernd Kreutziger am Freitag von Dortmund aus nach Rom
fliegen. Beide reihen sich am kommenden Sonntagmorgen in unmittelbarer
Nähe des Kolosseums in den Pulk von mehr als 10000 Aktiven ein und werden
um 9 Uhr durch den Starter zur elften Auflage des Rom-Marathons auf die
klassische Distanz von 42,195 km geschickt.
Beide Langstreckler des LCN freuen sich darauf, die größte
Laufveranstaltung Italiens mit mehr als 50000 Teilnehmern in der "Ewigen
Stadt" mitzuerleben. 800000 begeisterungsfähige Römer werden das Feld der
Marathon- und Volksläufer (5 km) anfeuern und neben Orchestern, Bands und
Theatergruppen für Stimmung sorgen.
Klaus Eckstein erwähnt jedoch: "Da ein Großteil der Strecke durch die
historische Altstadt führt, muss man auf Kopfsteinpflaster gefasst sein."
In der Vorbereitung bewies Bernd Kreutziger Ende Februar beim Marathon in
Kiel mit 3:22 Stunden seinen guten Trainingszustand. Für Klaus Eckstein
bildet der Rom-Marathon den Einstieg in die Saison. Dabei möchte er an
seine Zeit von 2:34:24 Stunden bei seinem letzten Marathon am 7. November
in Athen anknüpfen. Er ist sich jedoch bewusst, dass das Training im
Winter bei Kälte und Dunkelheit sowie in den letzten Wochen bei Eis und
Schnee nicht immer beste Voraussetzungen bot, um sich auf einen Marathon
zu so einem frühen Zeitpunkt optimal vorzubereiten.
Grafschafter Nachrichten, Ausgabe von Mittwoch, 16.3.2005
Betrifft: Rom Marathon
Kaum ein Blick für die Schönheiten der "Ewigen Stadt"
Marathon:
Eckstein läuft auf Platz 37
Klaus Eckstein erreichte am Sonntag beim Rom-Marathon als 37. das
Ziel. Mit seiner Zeit von 2:32:29 Stunden war er zweitbester Deutscher.
Bernd Kreutziger blieb im ersten Viertel des Teilnehmerfeldes.
Rom/ha – Der Rom-Marathon zählt bei Insidern zu den schönsten
Stadtläufen überhaupt. Sein Kurs über die 42,195 Kilometer bietet eine
Sightseeing-Tour der besonderen Art und führt vorbei an vielen antiken
Bauten, Denkmälern und historischen Plätzen. Als die beiden Nordhorner
Klaus Eckstein und Bernd Kreutziger am Sonntagmorgen um 9 Uhr bei idealem
Laufwetter von zehn Grad am Kolosseum im Feld der 10000 Marathonis
starteten, galt ihre Aufmerksamkeit jedoch in erster Linie nicht den
Bauwerken der "Ewigen Stadt". "Man musste sich auf die Schritte
konzentrieren und darauf achten, wohin man bei dem unebenen Straßenbelag
tritt. Die Sehenswürdigkeiten konnten wir nicht wahrnehmen", sagte
Eckstein.
Durch sein Athener Vorjahresergebnis hatte Eckstein einen Startplatz im
ersten Block der 100-Topläufer sicher und konnte sich gleich einer
20-köpfigen Gruppe im Umfeld der späteren Siegerin der Frauen, der Russin
Skvortosova, anschließen. Über die Piazza Venezia, das Forum Romanum,
entlang des Tibers ging es im Schnitt von 3:30 Minuten pro Kilometer am
Vatikan vorbei Richtung Norden. Der Wendepunkt wurde bei 1:14:04 Stunden
passiert. Auf dem Rückweg, vorbei an der Spanischen Treppe und dem
Trevi-Brunnen wurde die Strecke ab Kilometer 25 immer hügeliger. "In der
Altstadt war meine Muskulatur schon leicht ermüdet, ich musste kämpfen
und konnte das hohe Tempo nicht mehr halten, zumal das Kopfsteinpflaster
erhöhte Aufmerksamkeit verlangte", berichtete Eckstein von der
anspruchsvollen Strecke. Nach 2:32:29 Stunden erreichte Klaus Eckstein
das Ziel am Kolosseum als 37. des Gesamtklassements und zweitbester
Deutscher. Seine Athener Zeit konnte er um zwei Minuten verbessern.
Bernd Kreutziger, dessen Start krankheitsbedingt in Frage gestellt war,
hielt sich bewusst zurück. 3:38:58 Stunden wurden am Ende für ihn
registriert. Damit lag er noch im ersten Viertel des Feldes. Beide Läufer
freuten sich über eine "tolle Veranstaltung mit hohem Erlebniswert". Und
nach dem Lauf sowie am Montagvormittag fanden sie noch Zeit, sich in Ruhe
die Sehenswürdigkeiten Roms anzusehen.
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