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Grafschafter Nachrichten, Ausgabe vom 30.09.02
Betrifft: Berlin Marathon 2002
Klaus
Eckstein läuft in Berlin persönliche Bestzeit: 2:28:13 Stunden
Nordhorner
erreicht beim Marathon als 64. von 33.000 Teilnehmern die Ziellinie
how
Berlin/Nordhorn. Optimale äußere Bedingungen in Berlin, dazu Tausende
jubelnde Zuschauer am Straßenrand – der Nordhorner Klaus Eckstein hat
dieses Flair des Berlin-Marathons für einen neuen persönlichen Rekord
über die Distanz von 42,195 Kilometern genutzt. Nach 2:28:13 Stunden
erreichte er die Ziellinie; damit war er acht Sekunden schneller als bei
seinem Paris-Marathon. Sein Ziel, bei guten Wetterbedingungen an die 2:28
Stunden heranzulaufen, hat er damit nur ganz knapp verfehlt – ein anderes
Vorhaben gelang ihm allerdings umso besser: Er wollte bei dem exquisit
besetzten Marathon unter die ersten 100 laufen, es sprang am Ende der 64.
Platz heraus. "Insgesamt ist es super für mich gelaufen. Es ist überhaupt
erst das zweite Mal, dass ich unter zweieinhalb Stunden geblieben bin",
freute sich der Ausdauerspezialist.
Insgesamt haben mehr als 33000 Läuferinnen und Läufer die
Marathon-Strecke durch die deutsche Hauptstadt in Angriff genommen. Einen
ausführlichen Bericht über die Grafschafter Teilnehmer lesen Sie in der
morgigen Ausgabe.
Grafschafter Nachrichten, Ausgabe vom 01.10.02
Betrifft: Berlin Marathon 2002
Der
Kampf mit den magischen Schwellen
Berlin-Marathon: Läufer aus der Grafschaft im ganz persönlichen
Wettstreit mit der Uhr
Klaus Eckstein
sorgte als 64. der Gesamtwertung für das sportliche Highlight aus
Grafschafter Sicht beim Berlin-Marathon. Darüber hinaus erreichten viele
Hobby-Läufer aus dem Kreis ihre angestrebten Ziele. Und wenn nicht,
genossen sie zumindest die überwältigende Stimmung an der Strecke.
how
Berlin/Nordhorn. Die persönlichen Ziele der rund 33.000 Teilnehmer
beim 29. Berlin-Marathon lagen weit auseinander; die Probleme, mit denen
die Läufer allerdings zu kämpfen haben, waren die gleichen: "Es war sehr
voll auf der Strecke. Auf den ersten 10, 15 Kilometern werden zum Teil
sogar die Ellenbogen ausgefahren", erzählt Dietmar Brookmann. Der
Nordhorner spielt eigentlich beim VfL Weiße Elf Badminton – am Sonntag
nahm er erstmals einen Marathon-Lauf in Angriff. Eine besondere Zeit
hatte der Neuling nicht angestrebt. Als es aber nach rund 30 Kilometern
auf einen Schnitt um die vier Stunden herauslief, hat er die "magische
Schwelle" doch zu knacken versucht. Er hat es geschafft: Nach 3:57:58
Stunden lief er durchs Ziel auf dem Ku’damm – "ich musste aber hart dafür
kämpfen."
In etwas anderen Zeitdimensionen rechnen die Läufer im gehobenen
Leistungsbereich – sie definieren ihre "magischen Schwellen" nicht in
Stunden, sondern in Minuten. Klaus Eckstein etwa, der schnellste
Langstreckler aus der Grafschaft, visierte eine Zeit unter 2:28 Stunden
an. Geklappt hat es nicht ganz, dennoch ist mit 2:28:13 Stunden eine
persönliche Bestzeit herausgesprungen. "Ich bin super zufrieden", sagte
der 64. der Gesamtwertung. Im ersten Abschnitt hatte er eine gute Gruppe
gefunden, konnte mit mehreren Läufern einen großen Teil der 42,195
Kilometer gemeinsam laufen. "Eigentlich war das Tempo dieser Gruppe für
mich ein bisschen zu schnell, aber ich bin das Risiko eingegangen", sagte
Eckstein. Anstatt alleine Kilometer für Kilometer abzuspulen, lief er in
dem Pulk etwas über seinen angestrebten Kilometerschnitt. "Die Quittung
gab’s ab dem 35. Kilometer. Die letzten Kilometer wurden sehr lang, aber
die vielen Zuschauer auf dem Ku’damm haben alle Läufer bis ins Ziel
angefeuert." Der erfahrene Läufer erlebte eine "überwältigende Stimmung"
an der Strecke, die auch bei ihm für Gänsehaut sorgte.
Das enthusiastische Publikum peitschte aber nicht nur die Besten an. "Es
war eine ganz tolle Atmosphäre, man wird von den Anfeuerungen förmlich
getragen", freute sich auch Gebhard van Wieren. Gemeinsam mit neun
weiteren Hobby-Sportlern vom Lauftreff Uelsen war er in Berlin am Start.
Hajo Wüppen war der Schnellste von ihnen; er erreichte nach 2:58:11
Stunden ebenfalls in neuer persönlicher Bestzeit das Ziel. Während er die
3-Stunden-Grenze knackte, verpasste Gerhard Nyhuis bei seinem
Marathon-Debüt die 4-Stunden-Marke nur um 44 Sekunden. Da half auch nicht
die spezielle Anfeuerung des eigens mit in die Hauptstadt gereisten
Lauftreff-Fanclubs. "Er hat sich ein bisschen geärgert", berichtete
Lauftreff-Kollege van Wieren. Bei Georg van Ringe war es noch enger: Nur
wenige Meter trennten den Hoogsteder noch vom Ziel, als die Zeitanzeige
auf drei Stunden umsprang. Er lief genau 3:00:03 Stunden.
Nur etwas mehr als anderthalb Stunden brauchte die Nordhornerin Nadine
Heinze für die Marathon-Distanz. Allerdings rollte sie die Strecke auf
Inline-Skates. Zum zweiten Mal bewältigte sie die gut 42 Kilometer auf
Rollen – und unterbot ihre im vergangenen Jahr erreichte Zeit um zehn
Minuten (1:34:05 Stunden). Auch wenn bei einem Inliner-Marathon immer
wieder Sturzgefahr besteht, konnte sie die Fahrt durch Berlin doch
genießen. "Es ist etwas weniger anstrengend als Laufen", bekannte die
Triathlon-Spezialistin.
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